Feiern im FreienWo Darmstadt gerne grillt

Zudem stehen zahlreiche Grillhütten in und außerhalb der Stadt bereit. Dabei müssen Grillfreunde allerdings darauf achten, ob man auf der Wiese seiner Wahl überhaupt Feuer machen darf.

Die Auswahl der beliebtesten Grillplätze in Darmstadt soll dabei helfen, einen schönen und legalen Ort zum Grillen zu finden.

Nicht am Steinbrücker Teich und an der Grube

Bei Sonnenschein, besonders an den Wochenenden, tummeln sich hunderte Menschen rund um den Steinbrücker Teich am Oberwaldhaus. Bootsverleih oder Minigolf ziehen Familien an, die es sich auf Decken rund um den Teich gemütlich machen.

Oft steigt dann Rauch von mobilen Aluminiumgrills auf. Auf der gegenüberliegenden Seite der Anlegestelle befindet sich die „Grillwiese“. Verkohlte Äste und schwarze, runde Flächen am Teichufer verraten, wo im großen Stil Feuer gemacht wurde. Das ist jedoch verboten.

Seit 2016 stehen dort Schilder mit Hinweis auf ein absolutes Grillverbot. Grund dafür ist die Waldbrandgefahr, denn rund um den Teich erstrecken sich weitläufige Waldgebiete. Deshalb darf im Abstand von weniger als 100 Metern vom Waldrand nur mit Genehmigung der Forstbehörde Feuer gemacht werden. Der Forst achtet auch am Steinbrücker Teich auf die Einhaltung des Feuerverbots. Vergehen könnten zur Anzeige gebracht werden, heißt es aus dem Darmstädter Forstamt.

Aus diesem Grund ist das Grillen auch an der Grube „Prinz von Hessen“ verboten, einem nicht zuletzt bei Darmstädtern beliebten Badesee. Trotz des Feuerverbots wird dort im Sommer allerdings häufig gegrillt.

Parks und Grünflächen mitten in der Stadt

Auf vielen Grünflächen in der Stadt darf gegrillt werden. „Das wird hier geduldet“, heißt es aus dem Rathaus. Grünanlagen wie der Herrngarten oder die Orangerie verfügen jedoch nicht über Feuerstellen, deshalb bringen Freiluftköche meist ihre Einweggrills mit. Und jede Menge Pappbecher, Dosen, Servietten, Plastikbesteck, Alufolie und Taschentücher. Das alles bleibe nach dem großen Brutzeln oftmals auf dem Rasen liegen, berichtet der Pressesprecher der Stadt, Klaus Honold.

Achtlosen Grillern, die ihren Müll liegenlassen, droht ein Verwarnungs- oder Bußgeld. Die Kommunalpolizei kontrolliert in den Parks, um Müllsünder auf frischer Tat zu ertappen. „In kleineren Fällen wird ein Verwarngeld von zehn oder 20 Euro fällig. Handelt es sich um größere Müllmengen oder gravierende Schäden, wird ein Bußgeldverfahren eingeleitet, das zu einem Bußgeld in Höhe von mehreren hundert Euro führen kann“, sagt Stadt-Sprecher Honold.

Die Vermüllung habe in den vergangenen Jahren zugenommen. Der Unrat locke dann Ratten an. Für die Müllbeseitigung auf den Grünflächen müsse die Stadt 30 Prozent mehr Geld ausgeben als in früheren Jahren, betont der Sprecher der Stadt. Nach dem Essen verlassen Griller oftmals ihre Feuerstellen, ohne die Glut abzulöschen. Die kann bei Wind wieder auflodern. Gelegentlich müsse daher die Feuerwehr ausrücken, um verlassene Feuer zu löschen, erläutert Honold weiter.

Quelle: Darmstädter Echo

Grillhütten frühzeitig buchen

Wer auf Nummer sicher gehen will, mietet für sich und seine Freunde eine Grillhütte. Die werden häufig von Vereinen verwaltet. Wegen der hohen Nachfrage müssen die meisten Hütten allerdings frühzeitig vor dem geplanten Grillspaß reserviert werden. Auch eine Kaution wird von den Betreibern eingefordert.

Infos zum Grillen gibt es im Internet auf

www.darmstadt.de/darmstadt-erleben/freizeit/grillplaetze.

HÜTTEN ZUM MIETEN

Grillhütte der TG 1875 Darmstadt, Kranichsteiner Straße 139. Kosten: 220 Euro und 370 Euro. Kaution. Telefon: 0 61 51 / 967 10 44, Mail: ziegelbusch183@web.de. Getränke müssen über den Verein bezogen werden. Termine mindestens sechs Monate vorher buchen. Kapazität: 220 Gäste.

Grill im Weststadtcafé, Mainzer Straße 106. Kosten: keine. Kontakt: 0 61 5182 47 30, www.weststadtcafe.de. Getränke verkauft der Betreiber vor Ort. Kapazität je nach Auslastung. Täglich ab 17 Uhr geöffnet, sonntags ab 15 Uhr.

Grillplatz auf der Oberförsterwiese, Böllenfalltorweg 29. Kosten: 50 Euro und 50 Euro Kaution. Kapazität: 80 Personen. Kontakt: 01743 10 18 11, EMail: peter.fischer@forst.hessen.de. Toiletten gibt es von Mai bis Ende September. Vorbestellung erbeten.

Grillhütte des Bezirksvereins Martinsviertel, Kastanienallee 17 (im Bürgerpark). Kosten: 120 Euro und 50 Euro Kaution. Platz für 60 Gäste. Telefon: 061513 92 74 29. Toiletten vorhanden. Termine sechs Monate im Voraus buchen.

Grillhütte am Woog / TSG 1846, Heinrich-Fuhr-Straße 40. Kosten: 170 Euro und 100 Euro Kaution. Platz für 60 Gäste. Kontakt: 0615131 53 41, EMail: rheiser@unitybox.de. 60 Sitzplätze innen, für draußen gibt es zusätzliche Bänke. Getränke nur über die Darmstädter Brauerei.

Grillplatz der IG Eberstädter Vereine, Nußbaumallee 67a. Kosten: 125 Euro und 250 Euro Kaution. Kapazität: 100 Gäste. Kontakt: 061511324 25, E-Mail: bv_eberstadt@darmstadt.de. Toiletten sind vorhanden. Die Getränke sind über einen Lieferanten zu beziehen.

Grillplatz am Liederkranz Wixhausen, Messeler-Park-Straße 181. Kosten: 80 Euro, 150 Euro Kaution. Kapazität: 20 bis 25 Gäste. Kontakt: 0 61 509 6 9 6 0. Weitere Sitzgelegenheiten auf der Freifläche vor der Hütte. Sanitäranlagen sind vorhanden.

Grillen: Mach‘s doch einfach!
Buch von Susanne Bodensteiner
ISBN: 9783833862144
128 Seiten, Pappband
Preisempfehlung 9,99 Euro
Dieses Kochbuch führt ein in die Kunst des Grillens, zeigt Tricks und Kniffe und offenbart in über 60 Rezepten im frischen, modernen Layout die ungeheure Vielfalt der kulinarischen Möglichkeiten über Feuer und Glut.

Kichererbsen – Hackspieß

Für vier Personen braucht Ihr:

125 g getrocknete Kichererbsen
2 Zwiebeln | 2 Knoblauchzehen
je 2–3 Stängel Petersilie und Koriandergrün
400 g Rinder- oder Lammhackfleisch
1 TL Chiliflocken
1 TL gemahlener Kreuzkümmel
1–3 EL Semmelbrösel
2 Eier (M) | Salz | Pfeffer
AUSSERDEM:
8 flache, lange Holz- oder Metallspieße
(Holzspieße vorher wässern)
Öl zum Bestreichen

So geht`s:

  1. Am Vortag die Kichererbsen in einem kleinen Topf mit reichlich Wasser bedecken und langsam bis zum Siedepunkt erhitzen. Herd abschalten und die Kichererbsen zugedeckt zwölf Std. (über Nacht) quellen lassen.
  2. Kichererbsen im Sieb abtropfen lassen, mit dem Pürierstab fein zerklei ­ nern. Zwiebeln und Knoblauch schälen, fein würfeln. Petersilie und Kori ­ ander abbrausen, trocken schütteln, Blättchen abzupfen, fein hacken.
  3. In einer Schüssel das Hackfleisch mit Kichererbsen, Zwiebeln, Knoblauch, Kräutern, Chiliflocken, Kreuzkümmel, den Semmelbröseln nach Bedarf und den Eiern mischen. Mit Salz und Pfeffer würzen, kräftig durchkneten.
  4. Holzspieße in warmes Wasser legen, Metallspieße einölen. Grill anheizen. Hackmasse mit angefeuchteten Händen um die Spieße herum zu längli ­ chen Küchlein formen, mit Öl bestreichen. Den Grillrost heiß werden las ­ sen, leicht ölen. Die Spieße auf den Rost legen und bei starker Hitze in 10–12 Min. schön braun grillen, dabei immer wieder mal wenden.