Teil 1Weltreise mit Kind

Foto: privat

Fernweh, Abenteuerlust, die Sehnsucht nach der weiten, weiten Welt, fremden Gerüchen und dem Meer und immer mehr; Gemeinsamkeiten, die wir bereits teilten, als mein Mann Julian und ich uns vor 17 Jahren in der Schule kennenlernten und die uns heute in das Abenteuer Weltreise starten lassen. Dazugestoßen ist inzwischen unsere bald siebenjährige Tochter Amalia, die natürlich nicht fehlen darf.

Im Juli starten wir, dann geht es auf dem Landweg nach Moskau, wir steigen in die transsibirische Eisenbahn und lassen uns östlich des Urals von Sibirien begeistern, um in der Mongolei zu verweilen und über Peking nach Australien zu reisen. Dort überwintern wir und starten im Januar 2019 auf die Philippinen, Laos, Kambodscha, Vietnam und Nepal.
Lange haben wir gespart, unser Auto verkauft und unser buntes, internationales WG-Haus untervermietet. Unterwegs arbeiten wir gegen Kost und Logis in einem Kinderhilfsprojekt in Manila (Philippinen) und Julian arbeitet als Gitarrist projektbezogen im Goethe-Institut in Ulan Bator (Mongolei) und wird uns Mädels zwischendurch in Richtung Arbeit und Europa wochenweise verlassen. Auch das Internet bietet uns Chancen: Meine Texte erscheinen als Blog und Gitarrenstunden erfolgen online.
Wir lieben das Reisen als Ausgleich für das statische Kleinstadtleben, wir können auf ein buntes, breites Netz an Freunden in aller Welt schauen. Durch Couchsurfing möchten wir es gerne noch vergrößern, denn das ist DIE Gemeinsamkeit unserer Reisen: Wir reisen low budget und regional angepasst. Wir zogen mit zweieinhalb Rucksäcken los und eroberten Städte und Wüsten, beobachteten Ameisen, fanden Kamelskelette in der Negev, schwammen im toten Meer, bestaunten Agavenhaine in Marokko, schliefen in Nachtbussen, feierten Chanukka, genossen zwei Monate Portugal mit Baby und lebten mit der damals zweijährigen Amalia in Nepal: All das ist unser Leben, das wir lieben und das unsere Tochter nicht anders kennt.

Die Neuerung auf dieser, längsten Reise ist die ortsunabhängige Beschulung für Amalia. Mama und Papa werden in enger Absprache mit der unglaublich unterstützenden Klassenlehrerin selbst zu Lehrern für unsere Zweitklässlerin.

Wie sich das Einmaleins am Baikalsee, die Nomenprobe und Satzzeichen am australischen Strand, Noten lesen, Briefe schreiben auf aller Welt lernen lassen, das berichten wir in den kommenden Ausgaben.

Steckbrief

Name: Vera Gramm

Alter: 32 Jahre alt

Amalia und Julian mögen mich, weil…: ich gerne kuschle und empathisch bin
Mein Platz in der Familie: Dirigentin des Alltags und Reiseplanerin

Beruf: Promovierte Biologin in der Umorientierung hin zur sozialen Arbeit

Lieblingsspruch: Der kürzeste Weg zu dir selbst ist einmal rund um die Welt (R. Hoffmann)

Wenn ich zaubern könnte: … würde ich einen federleichten Koffer auf Weltreise mitnehmen, der immerfort für jeden großen und kleinen Menschen das passende Buchgeschenk hervorzaubert.
Von der Reise erwarte ich: Erdung, neue Lebenseinsichten und Gedankenfutter

Homepage: www.veragramm.com