Tipps von der HeilpraktikerinReflexintegration … (gemäß RIT®)

Wir alle entwickeln bereits im Mutterleib sogenannte frühkindliche Reflexe, die wir dafür brauchen, geboren zu werden, unsere Muskelspannung aufzubauen, um etwa den Kopf zu halten, uns aufzurichten und vieles mehr. Im Laufe des ersten Lebensjahres werden diese Reflexe integriert, das bedeutet, gehemmt – wir brauchen sie nicht mehr.

Bestimmte Umstände, wie etwa eine Kaiserschnittgeburt, ein ausgelassener Entwicklungsschritt, ein Sturz oder ein starker emotionaler Stress, können jedoch dazu führen, dass Reste dieser Urreflexe bestehen bleiben. Dadurch können Konzentrations- und Lernprobleme (LRS, Dyslexie, Dyskalkulie), Verhaltensauffälligkeiten, wie etwa fehlende Impulskontrolle, oder gesteigerte Unruhe (Hyperaktivität), entstehen. Auch hinter der Diagnose AD(H)S verbergen sich häufig eigentlich die Auswirkungen nicht integrierter Reflexe.

Ein Beispiel: 

Der STNR – Symmetrisch Tonischer Nackenreflex entsteht zwischen dem sechsten und neunten Lebensmonat. Er hilft dem Kind, die Schwerkraft zu überwinden und aus der Bauchlage in den Vierfüßlerstand oder Sitz zu kommen. Die Beugung des Kopfes zur Brust führt zu einer symmetrischen Beugung der Arme und zur Streckung der Beine. Die Beugung des Kopfes in den Nacken verursacht eine Beugung der Beine und eine Streckung der Arme.

Persistiert dieser spezielle Reflex kann es zu folgenden Auffälligkeiten kommen:

• Schlechte Haltung, „liegt über dem Tisch“, „sitzt wie ein Kartoffelsack“
• Schlägt die Beine um das Stuhlbein
• Zehenspitzengang
• Schwierigkeiten in der Nah- und Fernakkommodation: Abschreiben von der Tafel wird zu einer unlösbaren Herausforderung
• Schlechte Koordination von Ober- und Unterkörper (Brustschwimmen, Purzelbaum nicht möglich)

75 Prozent der Kinder mit Lernschwierigkeiten haben einen persistierenden STNR

Das Reflexintegrationsprogramm (gemäß RIT®), hilft diese persistierenden Reflexe zu erkennen und durch ein spezielles Trainingsprogramm, das sowohl in der Praxis als auch zuhause durchgeführt wird, abzubauen. Im Falle des STNR sind dies Übungen wie „Katzenbuckel – Hängebauchschwein“, das schnelle Heben des Pos aus dem Fersensitz heraus in den Vierfüßlerstand oder das Vor- und Zurückschaukeln des Beckens im aufgerichteten Fersensitz.

Ein Beitrag von Corinna Weber
Heilpraktikerin
Info: Naturheilpraxis für Kinder
Corinna Weber
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