Tipps von der HeilpraktikerinHarnwegsinfekte

Häufiger Harndrang, Brennen beim Wasserlassen, übelriechender Urin – Symptome eines Harnwegsinfektes. Der häufigste Auslöser bei Kindern sind Darmbakterien, meist E.coli, die über die Harnröhre in die Blase aufsteigen. Begünstigend für die Entwicklung eines Harnwegsinfektes wirken:

• Unterkühlung der unteren Extremitäten und des Beckenbereichs, z.B. nach einem Schwimmbadbesuch – aber auch die nasse Unterhose nach einem Pipi-Unfall kann dazu führen

• Akuter Magen-Darm Infekt

• Psychische Spannungszustände

• Fehlbildungen im Bereich der Harnröhre, des Harnleiters oder der BlaseIm Falle eines unkomplizierten Harnwegsinfektes können Omas Hausmittel wunderbar Abhilfe schaffen:

Eukalyptusöl-Kompresse

Für Säuglinge und Kleinkinder zehn Tropfen eines reinen ätherischen Eukalyptusöls mit 50 ml Mandelöl mischen. Davon geben Sie 20 Tropfen (Säuglinge und Kleinkinder), 40 Tropfen (Schulkinder) auf ein ca. 10 x 10 cm großes Tuch und legen dieses auf die Blasenregion. Mit einem kleinen Handtuch abdecken und darauf eine Wärmflasche legen. Die Kompresse kann beliebig lange aufliegen und ein- bis zweimal täglich wiederholt werden.

Zwiebelsocke

Eine Zwiebel schälen und zwei 0,5 – 1 cm dicke Scheiben schneiden. Die Zwiebelscheiben etwas anwärmen und auf die Fußsohlen legen, mit einer Mullbinde befestigen und ein Paar dicke Socken überziehen. Der leicht reizende Zwiebelsaft führt zu einer Mehrdurchblutung der Haut, was sich reflektorisch schmerzlindernd und krampflösend auf den Urogenitalbereich auswirkt. Nicht für Kinder unter sechs Monaten geeignet.

Preiselbeer- oder Cranberrysaft

Sowohl die Preiselbeere als auch die Cranberry enthalten sog. Proanthocyanidine, rote Pflanzenfarbstoffen, die die Bakterien in den Harnwegen daran hindern, sich an den Schleimhautwänden festzuhaken – sie werden somit leichter mit dem Urin ausgespült. Schulkinder können 25 – 50ml Muttersaft täglich, Kinder bis sechs Jahre 15 – 30 ml täglich verteilt auf drei Portionen nach dem Essen trinken. Der Muttersaft kann 1:1 mit Wasser oder Apfelsaft verdünnt werden.

Kommen starke krampfartige Schmerzen, hohes Fieber oder gar blutiger Urin hinzu, wenden Sie sich bitte umgehend an Ihren Haus- oder Kinderarzt. Insbesondere bei Säuglingen treten Harnwegsinfekte häufig unbemerkt auf – daher sollte man bei unklarer Fieberursache immer an Harnwegsinfekte denken und den Kinderarzt aufsuchen.

Ein Beitrag von Corinna Weber
Heilpraktikerin
Info: Naturheilpraxis für Kinder
Corinna Weber
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